Audi A6 allroad – Luftfederfahrwerk und Allradlenkung
Souverän auf jedem Terrain: erhöhte Bodenfreiheit, serienmäßiges Luftfederfahrwerk mit offroad-Modi und verbesserte Allradlenkung.
Luftfederfahrwerk
Um das bestmögliche Fahrverhalten auf jedem Untergrund zu garantieren, verlässt der A6 allroad das Werk serienmäßig mit einem eigens für ihn entwickelten Luftfederfahrwerk. Es bietet 55 Millimeter Verstellbereich und damit 25 Millimeter mehr Varianz als im A6 Avant. Das Resultat ist eine breite Spreizung aus Offroad-Fähigkeiten sowie einem dynamischen und komfortablen Fahrerlebnis auf der Straße.
Im Normalniveau – den Audi drive select Modi „balanced“, „comfort“ und „efficiency“ – steht der A6 allroad 34 Millimeter höher als der A6 Avant mit Luftfederfahrwerk. Dazu trägt auch sein größerer Raddurchmesser bei. Die allroad-spezifischen Modi „offroad“ sowie „offroad plus“ erhöhen die Bodenfreiheit um weitere 15 Millimeter und ermöglichen damit auf unwegsamen Terrain mehr Spielraum. Im „offroad“-Modus ist die Dämpferabstimmung an die erhöhte Trimmlage angepasst für ein optimiertes Fahrverhalten unter Gelände-Bedingungen. Der Modus „offroad plus“ beeinflusst weitere Parameter: Die Antischlupfregelung lässt beispielsweise etwas mehr Schlupf zu, um bei groben Unebenheiten besser voranzukommen. Zugleich greift die elektronische Differentialsperre in diesem Modus stärker ein. Das heißt, ein durchdrehendes Rad wird abgebremst und mehr Drehmoment an das Rad mit der besseren Traktion geleitet. Zudem sind Schaltpunkte sowie Schaltzeiten des Doppelkupplungsgetriebes leicht erhöht. Im Gelände hält die S tronic die Gänge damit länger und schaltet erst bei höheren Drehzahlen. So ist die Kraft insgesamt konstanter verfügbar. Vergisst der Fahrer nach einer Ausfahrt abseits befestigter Straßen, einen der offroad-Modi zu deaktivieren, übernimmt der A6 allroad automatisch: Ab 85 km/h erfolgt die Absenkung zurück auf das Normalniveau, um die Effizienz zu erhöhen.
Für eine nochmals höhere Geländegängigkeit gegenüber den offroad-Modi gibt es die Liftfunktion. Sie hebt die Karosserie des A6 allroad um weitere 20 Millimeter an und ist bis zu 35 km/h verfügbar – ideal auf schroffem Terrain.
Wie gewohnt stehen außerdem die Fahrmodi „comfort“, „balanced“, „individual“, „efficiency“ und „dynamic“ zur Verfügung. Im Modus „comfort“ werden Unebenheiten durch die Federung diskret absorbiert, was eine ruhige Fahrt ermöglicht und damit den Komfort auf langen Reisen steigert. Wählt man das Profil „dynamic“ senkt sich der A6 allroad um 20 Millimeter ab, um mehr Präzision, Stabilität und Effizienz zu erzielen. Gleiches passiert ab 120 km/h auch aus dem Normalniveau, um den Luftwiderstand bei hohen Geschwindigkeiten zu verringern.
Bei aktiviertem Audi drive select assistant stellt dieser den drive select-Modus automatisch passend zum individuellen Fahrstil und der jeweiligen Fahrsituation ein. Serienmäßig informiert eine allroad-spezifische Anzeige im MMI Touchdisplay und im optionalen Head-up-Display über den aktuellen Neigungswinkel in Längs- und Querrichtung, den Lenkwinkel und die Fahrwerkshöhe. Zusätzlich werden geographische Koordinaten, die Höhe über dem Meeresspiegel und die Kompassrichtung angezeigt. Damit behält man auch abseits befestigter Straßen stets die Orientierung.
Progressivlenkung und Allradlenkung
Serienmäßig ist der A6 allroad mit einer Progressivlenkung ausgestattet, die jetzt noch direkter anspricht. Im Vergleich zum Vorgänger ist der komplette Pfad vom Lenkrad zu den Rädern steifer ausgeführt. Dazu gehören der Torsionsstab, das starr verschraubte Lenkgetriebe und die versteiften Querlenkerlager. Zudem wurde der Sturz an der Vorderachse leicht erhöht. In Summe bewirken diese Maßnahmen eine deutlich verbesserte Lenkansprache und direkteres Feedback von der Straße, was in Verbindung mit dem performanten Antrieb zu einem präzisen und leichtfüßigen Fahrverhalten führt.
Noch ausgeprägter erlebbar ist dies mit der Allradlenkung, die im Hybridmodell serienmäßig ist. Sie steigert Handlichkeit und Dynamik, indem sie die Hinterräder bei Geschwindigkeiten bis etwa 60 km/h bis zu fünf Grad entgegengesetzt zu den Vorderrädern einschlägt. Je niedriger das Tempo, desto größer ist der Winkel, mit dem die Hinterräder das Lenkmanöver unterstützen. Dadurch verringert sich der Wendekreis um bis zu einem Meter auf 11,3 Meter. Das bringt Vorteile im Stadtverkehr und beim Rangieren. Auf Serpentinen oder im Gelände fährt sich der A6 allroad mit seinem 2,93 langen Radstand noch agiler und vermittelt stets ein definiertes Lenkgefühl in der Mittellage. Das Handmoment steigt mit zunehmender Querdynamik leicht an, woraus ein müheloses Lenk- und akkurates Folgeverhalten bis in den Grenzbereich resultiert. Bei mittlerem und hohem Tempo werden die Hinterräder bis zu zwei Grad gleichsinnig eingeschlagen. Das erhöht die Stabilität und Lenkpräzision.
Räder und Reifen
Für den neuen A6 allroad bietet Audi Leichtmetallräder in drei Größen und fünf verschiedenen Designs an, die den sportlich-robusten Auftritt betonen. Serienmäßig steht der Offroad-Avant auf 19 Zöllern mit Reifen im Format 265/45. Optional gibt es 20-Zoll-Räder mit 275/40er Reifen. Alle diese Pneus sind rollwiderstandsoptimiert, während in Verbindung mit der größtmöglichen Variante – dem 21-Zoll-Rad – ein Performance-Reifen der Dimension 285/35 zum Einsatz kommt, der noch mehr Grip bietet.
Die Maulweite aller Felgen ist gegenüber dem Vorgängermodell gestiegen, was bedeutet, dass der Reifen abhängig vom Rad zwischen 30 und 40 Millimeter breiter ist. Das wirkt sich positiv auf die Fahrdynamik aus. Darüber hinaus trägt der im Vergleich zum Vorgängermodell und zum A6 Avant größere Raddurchmesser zu erhöhtem Federungskomfort bei. Alle Reifen für den A6 allroad sind für eine bessere Akustik mit Geräuschabsorbern versehen. Die Schaumstoffringe an der Reifen-Innenseite verringern die Luftschwingung im Reifen und sorgen somit für angenehmen Reisekomfort und das Wohlbefinden der Passagiere.
06/2026