Audi RS 5 – Betriebsstrategie und Batteriemanagement
Intelligente Energierückgewinnung: Rekuperation im Schub- und Bremsbetrieb
Entscheidend für die Effizienz des Plug-in-Hybrid-Antriebs sind die Phasen, in denen der Fuß vom Fahrpedal genommen wird. In solchen Situationen erfolgt die Regelung der Schubrekuperation abhängig von der gewählten Fahrstufe über eine jeweils definierte Verzögerung. Zusätzlich lässt sich im MMI die automatische Rekuperation einstellen. Dabei variiert das Fahrzeug die Rekuperation selbsttätig.
So lässt sich im Hybrid-Modus der Ladestand beispielsweise vor Fahrtantritt so einstellen, dass noch genügend Energie bereitsteht, wenn am Zielort elektrisches Fahren gewünscht ist oder keine Lademöglichkeit besteht. Auch im RS 5* optimiert die prädiktive Betriebsstrategie die Energieplanung für die vorausliegende Strecke. Ziel ist es, Städte und Staus möglichst elektrisch zurückzulegen – für mehr Effizienz, geringere lokale Emissionen und ein erlebbares Hybridsystem.
Wenn der eingestellte Wert für den sogenannten State of Charge (SoC) unter dem aktuellen Ist-SoC-Wert liegt, wird die Hochvoltbatterie bis zu diesem Wert entladen. Stimmen Soll- und Ist-Wert überein, arbeitet überwiegend der Verbrenner, um den Ladezustand zu halten. Wenn der Soll-Ladezustand über dem Ist-Ladezustand eingestellt ist, wird die HV-Batterie über den Verbrennungsmotor aufgeladen. Die Hochvoltbatterie lässt sich so im Fahrbetrieb bis zu einem SoC von 80 Prozent laden. Beim RS 5* erfolgt das Laden der Hochvoltbatterie nicht nur mit Blick auf maximale Effizienz und minimale Umweltbelastung, sondern auch, um sportliches Fahren zu ermöglichen. Um die Boostfunktion zu gewährleisten, wird im Modus dynamic eine SoC-Reserve von 20 Prozent vorgehalten, in den Modi RS sport und RS torque rear sind es 90 Prozent. Diese Maßnahmen stellen sicher, dass Fahrerinnen und Fahrer jederzeit die maximale elektrische Leistung abrufen können – ob für sportliche Fahrmanöver oder dynamisches Beschleunigen.